Nach Texas gegangen

Nach Texas gegangen

Im 19. Jahrhundert verwendeten viele Amerikaner den Ausdruck “Gone to Texas” (GTT), als sie nach Texas auswanderten, um ihren Schulden zu entkommen, insbesondere während der Panik von 1819. Dieser Umzug nach Texas, das damals zu Mexiko gehörte, war besonders bei Schuldnern aus dem Süden und Westen beliebt. Die Auswanderer oder ihre verlassenen Nachbarn schrieben den Satz oft an die Türen verlassener Häuser oder brachten ihn als Schild an Zäunen an.

In einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1836 erzählt Davy Crockett eine Geschichte über seinen letzten Wahlkampf für den Kongress und seine Drohung, nach Texas zu gehen, wenn er nicht wiedergewählt würde. Während einer Rede in Nacogdoches, Texas, kurz vor seinem Tod am Alamo, erklärte Crockett humorvoll, dass er als Mitglied des Kongresses gedient und versprochen hatte, seinen Wählern treu zu dienen, wenn er wiedergewählt würde. Als er jedoch eine Niederlage erlitt, erklärte er, dass er stattdessen nach Texas gehen würde. Seine Rede wurde mit tosendem Beifall bedacht.

Auch im 21. Jahrhundert hat der Satz “Gone to Texas” noch Bedeutung, denn Texas ist derzeit der zweitbevölkerungsreichste Bundesstaat der Vereinigten Staaten und verzeichnet weiterhin ein starkes Bevölkerungswachstum durch Migration. Im Juli 2019 hatte Texas eine geschätzte Einwohnerzahl von 28,996 Millionen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass “Gone to Texas” ein Ausdruck war, der von Amerikanern im 19. Jahrhundert verwendet wurde, um ihre Auswanderung nach Texas zu bezeichnen, um Schulden zu entgehen. Davy Crockett drohte bekanntlich damit, nach Texas zu gehen, wenn er nicht wiedergewählt würde, und die Redewendung hat aufgrund der hohen Bevölkerungszahl von Texas und der anhaltenden Migration auch heute noch Bedeutung.

Back To Top