Folge dem Geld

Die Phrase “Follow the money” wurde durch den Film “All the President’s Men” populär, in dem die Idee hervorgehoben wurde, dass politische Korruption aufgedeckt werden kann, indem finanzielle Transaktionen zwischen Einzelpersonen oder Organisationen verfolgt werden. Dieses Schlagwort unterstreicht die Bedeutung der Untersuchung von Geldtransfers als Mittel zur Aufdeckung von Korruption.

Geschichte 

Der Ausdruck “follow the money” wurde erstmals von Henry E. Peterson während der Anhörungen des Justizausschusses des Senats 1974 erwähnt, als Earl J. Silbert zum US-Staatsanwalt ernannt wurde. Dieser Satz erschien auch 1975 in dem Buch “Crime in Britain Today” von Clive Borrell und Brian Cashinella.

Seit den 1970er Jahren ist der Ausdruck “follow the money” im investigativen Journalismus und in politischen Diskussionen weit verbreitet. Er ist zu einem beliebten Slogan geworden, wenn es darum geht, versteckte Motive aufzudecken und die wahren Beweggründe hinter bestimmten Handlungen oder Entscheidungen zu enthüllen. Ein bemerkenswertes Beispiel für seine Verwendung ist eine Reihe von CBS-Reportagen mit dem Titel “Follow the Money”.

Dieser Satz bedeutet, dass es wichtig ist, finanzielle Transaktionen und Verbindungen nachzuvollziehen, um die zugrunde liegenden Beweggründe und Interessen in verschiedenen Situationen zu verstehen. Er impliziert, dass man durch die Untersuchung von Geldspuren wichtige Informationen aufdecken kann, die möglicherweise verborgen oder übersehen wurden.

Auf diese Weise konnten Journalisten und Ermittler Korruption, Betrug und andere illegale Aktivitäten aufdecken, die sonst verborgen geblieben wären. Indem sie dem Geld folgen, können sie verborgene Absichten aufdecken, Interessenkonflikte aufdecken und die wahre Machtdynamik aufdecken, die im Spiel ist.

Insgesamt hat sich “Follow the Money” zu einem mächtigen Instrument im investigativen Journalismus und im politischen Diskurs entwickelt, das die Bedeutung von Finanztransaktionen für das Verständnis komplexer Situationen hervorhebt. Es dient als Mahnung, bei der Analyse von Motiven und Handlungen immer auch den finanziellen Aspekt zu berücksichtigen, da er oft ein klareres Bild davon vermittelt, was wirklich hinter den Kulissen geschieht.

Donald Trump 

Die Phrase “Follow the Money” wurde in verschiedenen Zusammenhängen verwendet, um politische Persönlichkeiten und Organisationen für ihre fragwürdigen Finanzgeschäfte zu kritisieren. Im September 2016 wurde er von der Trump-Kampagne verwendet, um Hillary Clinton und die Clinton-Stiftung ins Visier zu nehmen. Eines der Hauptthemen war ein umstrittenes Urangeschäft, das vom US-Außenministerium genehmigt wurde, nachdem die Clinton-Stiftung erhebliche Spenden von Personen erhalten hatte, die an diesem Geschäft beteiligt waren. Ein weiterer Streitpunkt war Clintons Beziehung zu dem irischen Milliardär Denis O’Brien. Darüber hinaus verwies die Kampagne auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 2009 zwischen dem Außenministerium und der Schweizer Bank UBS, einer Spenderin der Clinton-Stiftung, über die Offenlegung amerikanischer Kontoinhaber.

Dieser Satz erlangte im Februar 2017 weitere Bekanntheit, als Carl Bernstein, der für seine Rolle bei der Aufdeckung des Watergate-Skandals bekannt ist, Reporter aufforderte, möglichen Interessenkonflikten von Präsident Trump nachzugehen. Die Trump Foundation sah sich später rechtlichen Konsequenzen wegen illegaler Wahlkampfspenden und anderer Finanzdelikte gegenüber. Im November 2019 wurde Trump wegen des Missbrauchs der Stiftung für persönliche und politische Zwecke zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 2 Millionen Dollar verurteilt.

Insgesamt wurde “Follow the Money” als Slogan verwendet, um die Aufmerksamkeit auf finanzielle Unregelmäßigkeiten und mögliche Interessenkonflikte in der Politik zu lenken. Es dient als Mahnung für den Einzelnen, die finanziellen Transaktionen und Beziehungen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens kritisch zu hinterfragen, um Transparenz und Verantwortlichkeit zu gewährleisten.


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