Stumm R. Kelly

Stumm R. Kelly

Die #MuteRKelly-Bewegung wurde 2017 von Kenyette Barnes und Oronike Odeleye mit dem Ziel ins Leben gerufen, den amerikanischen Sänger R. Kelly für die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs zur Rechenschaft zu ziehen und ihm die finanzielle Unterstützung für seine Karriere zu entziehen. Die Bewegung gewann an Schwung, als Odeleye entdeckte, dass Kelly in einer Einrichtung im Besitz des Fulton County in Atlanta auftreten sollte. Odeleye fühlte sich gezwungen, im Namen schwarzer Frauen zu handeln, und beschloss, dass es an der Zeit war, Kellys Karriere ein Ende zu setzen. Ziel der Bewegung ist es, die Vorwürfe gegen Kelly aufzuklären und dafür zu sorgen, dass er für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird.

Gründung 

Die von Oronike Odeleye 2017 mitbegründete #MuteRKelly-Bewegung zielt darauf ab, das Problem des sexuellen Missbrauchs anzugehen und die schwarze Gemeinschaft von R. Kelly und seiner Musik zu trennen. Odeleye, ein afroamerikanischer Kunstadministrator mit Sitz in Atlanta, setzt sich gemeinsam mit der Aktivistin und Lobbyistin Kenyette Barnes für gewählte Beamte ein, mobilisiert Aktivisten auf der ganzen Welt und ermutigt Nutzer von Musikstreaming-Plattformen, R. Kellys Musik mit #ThumbItDown zu löschen. Ziel ist es, den Algorithmus seiner Songs zu ändern, bis sie nicht mehr gespielt werden. Diese Bewegung hat internationale Aufmerksamkeit erlangt, und auch in Deutschland (#RKellyStummschalten) und den Niederlanden (#MuteRKellyAmsterdam) gibt es Gruppen, die sich der Sache anschließen.

Auswirkungen 

Proteste 

Die “Mute R. Kelly”-Bewegung hatte erhebliche Auswirkungen und führte zu öffentlichen Protesten in verschiedenen Städten wie Chicago, Atlanta, Memphis, New York City und North Carolina. Trotz der Proteste gelang es Kelly, in einigen Städten aufzutreten. Sein geplanter Auftritt beim “Pre-Mother’s Day Love Jam” an der University of Illinois in Chicago wurde jedoch aufgrund einer Petition abgesagt, die von einer Frauengruppe ins Leben gerufen wurde und 1300 Unterschriften erhielt. Als Reaktion auf die Absage postete Kelly ein Video auf Twitter, in dem er sich bei seinen Fans entschuldigte und seine Verwirrung darüber zum Ausdruck brachte, warum die Show abgesagt wurde. Er räumte ein, dass er noch nie von einer Show gehört habe, die aufgrund von Gerüchten abgesagt wurde, und versprach, die Situation mit seinen Anwälten zu untersuchen.

Promi-Aufmerksamkeit 

Der Schritt, R. Kellys Musik-Kollaborationen von Streaming-Diensten zu entfernen, hat Aufmerksamkeit erregt, insbesondere nach der Veröffentlichung der Dokumentarserie “Surviving R. Kelly” und dem Wachstum der #MuteRKelly-Bewegung. Künstler wie Lady Gaga, Céline Dion und die Pussycat Dolls haben sich entschuldigt und ihre Zusammenarbeit mit Kelly von den Streamingdiensten entfernt. Trotz der Gegenreaktionen konnte Kelly jedoch mit anderen Künstlern wie Bryson Tiller, Chance the Rapper, Justin Bieber, Erykah Badu und Mary J. Blige zusammenarbeiten. Die Time’s Up-Bewegung hat Unternehmen wie Apple, Spotify, Ticketmaster, Sony Music und andere aufgefordert, ihre finanziellen Beziehungen zu Kelly zu beenden. Diese Kampagne wurde von Berühmtheiten wie Ava DuVernay, Lena Waithe, Lupita Nyong’o, Ne-Yo und Tarana Burke unterstützt und angesprochen. Außerdem hat YouTube Maßnahmen ergriffen und die beiden Kanäle von R. Kelly, RKellyVevo und RKellyTV, entfernt.

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