Life Alert-Notfallreaktion

Life Alert Emergency Response ist ein bekanntes amerikanisches Unternehmen, das Dienstleistungen anbietet, die älteren Menschen dabei helfen, Notdienste zu erreichen. Das 1987 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Encino, Kalifornien, verfügt über ein Hauptgerät und einen drahtlosen Notrufknopf als wesentliche Bestandteile seines Systems. Life Alert erlangte große Bekanntheit, als der ehemalige Chirurgengengeneral C. Everett Koop ab 1992 in Werbespots auftrat und das Produkt öffentlich befürwortete, indem er erklärte, dass er es selbst benutze. Koop war bis zu seinem Tod im Jahr 2013 der Sprecher des Unternehmens.

Dienst 

Life Alert bietet ein medizinisches Alarmsystem an, das aus einer an eine Telefonleitung angeschlossenen Haupteinheit und einem anhängerförmigen Gerät besteht, das in der Regel an einer Halskette oder einem Armband getragen wird. Im Notfall kann der Benutzer einen Knopf auf dem Anhänger drücken, der sofort ein Life Alert Call Center kontaktiert. Von dort aus wendet sich ein Life Alert-Disponent an die 9-1-1 für weitere Hilfe. Um diesen Dienst in Anspruch nehmen zu können, müssen die Kunden einen Dienstleistungsvertrag mit einer Mindestlaufzeit von drei Jahren abschließen.

Klagen 

Life Alert, ein Unternehmen, das ein Kommunikationsgerät und ein Einbruchalarmsystem anbietet, hatte Anfang der 1990er Jahre mit rechtlichen Problemen zu kämpfen. Mehrere Generalstaatsanwälte verklagten das Unternehmen wegen irreführender Verkaufstaktiken und falscher Behauptungen über seine Notdienste. In der Klage wurde behauptet, Life Alert werbe fälschlicherweise mit einem besonderen Zugang zum Notruf 911 und behaupte, dass seine Anrufe von den Notdienstanbietern bevorzugt behandelt würden. Die Staatsanwälte warfen den Life Alert-Vertretern auch vor, Geschichten über Verbrechensopfer zu erfinden, um potenziellen Kunden Angst einzujagen.

Darüber hinaus wurde aufgedeckt, dass das Schulungshandbuch von Life Alert das emotionale Verkaufen anstelle des logischen Verkaufens fördert. Die Vertriebsmitarbeiter gaben zunächst einen überhöhten Preis an und boten dann einen niedrigeren Preis an, um den Eindruck eines großen Preisnachlasses zu erwecken. Die Staatsanwälte argumentierten, dass Life Alert Systeme für 1.700 bis 5.000 Dollar verkaufte, die Krankenhäuser für nur 25 Dollar pro Monat mieten konnten. Sie behaupteten, dass die Systeme lediglich Anrufe an 911-Mitarbeiter weiterleiteten, die dann die Notdienstanbieter kontaktierten.

In der Werbung für Life Alert wurden verschiedene Szenarien dargestellt, in denen sich Personen in gefährlichen Situationen befanden, z. B. eine gestürzte ältere Frau oder ein Mann, der allein in seinem Garten einen Herzinfarkt erlitt. Der Schwerpunkt der gerichtlichen Verfügung lag jedoch auf den irreführenden Verkaufsargumenten.

In seiner Antwort auf die Klage behauptete Life Alert, in erster Linie ein Einbruchmeldeunternehmen zu sein, das ein zusätzliches Kommunikationsgerät anbiete. Das Unternehmen räumte ein, dass es vereinzelt zu überhöhten Preisen durch Verkäufer gekommen sei, bestritt aber, dass es solche Praktiken im Unternehmen selbst gegeben habe.

Die rechtlichen Probleme von Life Alert setzten sich 1992 fort, als der Generalstaatsanwalt von Arizona eine Klage wegen Verbraucherbetrugs einreichte. Daraufhin erklärte sich Life Alert bereit, die Werbung in Arizona einzustellen, konnte aber weiterhin Dienstleistungen für bestehende Kunden erbringen. 1993 wurde Life Alert durch ein Gerichtsurteil verpflichtet, keine falschen Behauptungen mehr aufzustellen und erhebliche Beträge zur Entschädigung der Opfer, für zivilrechtliche Strafen und für die Kosten der Strafverfolgung zu zahlen.

Insgesamt sah sich Life Alert aufgrund seiner irreführenden Verkaufstaktiken und falschen Werbebehauptungen in diesem Zeitraum erheblichen rechtlichen Herausforderungen gegenüber.


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