Ke-mo sah-bee

Ke-mo sah-bee

Ke-mo sah-bee, oft auch kemo sabe, kemosabe oder kimosabe geschrieben, ist der Begriff, mit dem Tonto, der fiktive indianische Handlanger, den Lone Ranger in der amerikanischen Fernseh- und Radioserie The Lone Ranger bezeichnet. Der Begriff leitet sich von dem Ojibwe- und Potawatomi-Wort “gimoozaabi” ab, das mit “er/sie schaut heimlich hinaus” übersetzt werden kann. Es wurde mit “treuer Späher” oder “loyaler Freund” übersetzt.

Bedeutung und Herkunft 

Der Ausdruck “Kee-Mo Sah-Bee” wurde von Jim Jewell, dem Regisseur von “The Lone Ranger”, von einem Jungenlager in Michigan namens Kamp Kee-Mo Sah-Bee übernommen. Das Camp wurde 1916 von Charles W. Yeager gegründet, der Jewells Schwiegervater war. Es wird vermutet, dass Yeager den Begriff von Ernest Thompson Seton, einem der Gründer der Boy Scouts of America, übernommen hat, der ihn in seinem Buch The Book of Woodcraft and Indian Lore” (Das Buch über Holzhandwerk und indianische Überlieferungen) als Bezeichnung für “Scout Runner” verwendete. Kamp Kee-Mo Sah-Bee lag in einem Gebiet, in dem das Volk der Ottawa lebte, dessen Sprache der Sprache der Ojibwe ähnelte. Laut John D. Nichols und Earl Nyholms A Concise Dictionary of Minnesota Ojibwe bedeutet das Ojibwe-Wort “giimoozaabi” “er guckt” oder “wer guckt”. Rob Malouf, ein außerordentlicher Professor für Linguistik an der San Diego State University, schlug jedoch vor, dass es auch “Späher” oder “jemand, der schleicht” bedeuten könnte.

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