Kein Schmerz kein Gewinn

Das Sprichwort “Ohne Fleiß kein Preis” ist seit den 1980er Jahren ein beliebtes Trainingsmotto, das suggeriert, dass harte Arbeit und sogar Schmerzen notwendig sind, um größere Erfolge zu erzielen. Dieses Konzept gilt für Leistungssportler, Künstler und alle, die nach beruflichen Spitzenleistungen streben. Mediziner sind jedoch der Meinung, dass dieses Sprichwort nicht stimmt, wenn es um Sport geht.

Übungsmotto 

Der Satz “Ohne Fleiß kein Preis” wurde 1982 populär, als die Schauspielerin Jane Fonda ihn in ihren Aerobic-Workout-Videos verwendete. Dahinter steht die Idee, dass ein Training, das über den Punkt des Muskelschmerzes hinausgeht, zu festen, großen Muskeln führt. Der verzögert auftretende Muskelkater wird häufig als Maß für die Wirksamkeit des Trainings verwendet. Die durch diese Art von Training verursachten Beschwerden können in manchen Fällen von Vorteil sein, da sie zum Zerreißen mikroskopisch kleiner Muskelfasern führen, die dann dichter wieder aufgebaut werden und größere Muskeln bilden. Schädliche Schmerzen, wie z. B. Gelenkschmerzen, sollten jedoch vermieden werden. Der Begriff hat sich seit seiner Entstehung in verschiedenen Sport- und Fitnessbereichen durchgesetzt. Er wurde als eine moderne amerikanische Mini-Erzählung beschrieben, die den Glauben vertritt, dass Erfolg nur durch Entbehrungen erreicht werden kann. Manche haben ihn sogar mit einer modernen Form des Puritanismus verglichen.

Herkunft 

Das Konzept “ohne Fleiß kein Preis” ist im Laufe der Geschichte von verschiedenen Philosophen, Dichtern und Schriftstellern vertreten worden. Hesiod, ein antiker griechischer Dichter, war der Ansicht, dass man nur durch harte Arbeit und Ausdauer zu Höchstleistungen gelangen kann. Er verglich den Weg zum Erfolg mit einer langen und steilen Reise, die leichter wird, sobald der Gipfel erreicht ist. Auch Sophokles, ein antiker griechischer Dramatiker, betonte in seinem Stück Electra die Bedeutung von Anstrengung und harter Arbeit.

Der Ausdruck findet sich auch in religiösen Texten wie der Ethik der Väter, in der Ben Hei Hei darauf hinweist, dass geistiges Wachstum durch das Befolgen von Gottes Geboten entsteht, auch wenn dies mit Schmerzen verbunden ist. Nicholas Breton, ein britischer Dichter aus dem 16. Jahrhundert, schrieb, dass das Ertragen von Schmerzen notwendig ist, um Gewinn zu erzielen.

Der Dichter Robert Herrick greift diesen Gedanken in seinem Werk “Hesperiden” auf und betont, dass es ohne Leiden keine Belohnung im Leben geben kann. Benjamin Franklin machte eine Version des Satzes in seinem Buch “Der Weg zum Reichtum” populär, in dem er erklärte, dass Fleiß und harte Arbeit für den Erfolg unerlässlich sind. Franklin war der Meinung, dass eine tägliche 45-minütige körperliche Betätigung entscheidend ist.

Im Jahr 1853 schrieb RC Trench über die Akzeptanz von Arbeit als grundlegendem Aspekt des menschlichen Lebens. Die Idee war, dass man ohne Anstrengung und Schweiß nicht in den Genuss der Belohnungen oder der Süße des Lebens kommen kann.

Insgesamt unterstreichen diese historischen Referenzen die universelle Wahrheit, dass Fortschritt und Erfolg Hingabe, harte Arbeit und Ausdauer erfordern. Das Konzept “ohne Fleiß kein Preis” soll uns daran erinnern, Herausforderungen anzunehmen und Hindernisse zu überwinden, um unsere Ziele zu erreichen.


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