Der Barbie-Film beflügelt: Wie der Barbie-Film das Markenmarketing neu definiert

Der Barbie-Film beflügelt: Wie der Barbie-Film das Markenmarketing neu definiert

Das renommierte Spielzeugunternehmen Mattel stand im Jahr 2023 inmitten eines wettbewerbsintensiven Marktes vor Herausforderungen. Doch eine kürzlich erfolgte Entwicklung hat das Potenzial, die Unternehmensausrichtung zu verändern und die Markenpräsenz zu revitalisieren: die Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten Barbie-Films. Dieser Artikel untersucht, wie dieses filmische Unterfangen die Aktienperformance von Mattel beeinflusst hat und diskutiert die möglichen Auswirkungen, die es auf das Überleben des Unternehmens haben könnte.

Mattel ist ein weltweit anerkanntes Spielzeugunternehmen, das seit Jahrzehnten in der Branche eine Vorreiterrolle einnimmt. 1945 gegründet, stieg das Unternehmen schnell mit innovativen und beliebten Spielzeugen auf. Die ikonische Barbie-Puppe wurde jedoch erst 1959 eingeführt.

Barbie wurde sofort zu einem kulturellen Phänomen, das die Vorstellungskraft von Millionen von Kindern weltweit einfing und einen Standard für Modepuppen setzte. Im Laufe der Jahre hat Barbie verschiedene Transformationen durchlaufen, sich an die veränderten Zeiten angepasst und Vielfalt und Inklusion gefördert.

Trotz dieser Bemühungen hatte Mattel in den letzten Jahren mit Herausforderungen zu kämpfen und konnte nicht mit digitalen Unterhaltungsangeboten und anderen Wettbewerbern mithalten.

In den frühen 2020er Jahren erlebte Mattel verschiedene Rückschläge, die sich auf die finanzielle Performance und den Aktienwert auswirkten.

Mit dem Aufstieg digitaler Spielzeuge und Unterhaltungsoptionen hatten traditionelle Spielzeughersteller mit harter Konkurrenz zu kämpfen. Mattels Umsätze wurden beeinflusst, da sich das Spielverhalten der Kinder hin zu Online-Gaming und virtuellen Erfahrungen verschob.

Das Unternehmen hatte auch Schwierigkeiten mit Lieferkettenstörungen und steigenden Produktionskosten. Diese Herausforderungen führten zu einem Rückgang der Aktienperformance von Mattel und veranlassten Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit des Unternehmens, in einem sich wandelnden Markt relevant zu bleiben.

Um die Marke Barbie wiederzubeleben, startete Mattel ein ehrgeiziges filmisches Unterfangen – die Veröffentlichung eines Barbie-Films am 21. Juli 2023. Der Film versprach eine frische Interpretation der ikonischen Puppe mit einer packenden Handlung und modernen Themen, um bei heutigen Zuschauern Anklang zu finden.

Im Vorfeld der Premiere hatte sogar Google sich für diesen Star-besetzten Sommerfilm schick gemacht und sein Design in den berühmten Farben von Barbie angepasst. Als der Film in die Kinos kam, erhielt er sowohl von Kritikern als auch von Zuschauern weitreichendes Lob.

Der Film übertraf alle Erwartungen und spielte allein an seinem Eröffnungswochenende in den heimischen Märkten beeindruckende 155 Millionen US-Dollar ein. International kamen weitere 182 Millionen US-Dollar hinzu. Der enorme Erfolg des Films wurde durch Vorschauen am Donnerstag mit Einnahmen von 22,3 Millionen US-Dollar befeuert und sicherte damit den höchsten Jahresauftakt aller Zeiten.

Verglichen mit anderen kürzlich erschienenen Filmen übertraf Barbie sogar den Super Mario Bros. Film, der ein Wochenende mit Einnahmen von 146,3 Millionen US-Dollar verbuchte, aber auch von einer Bruttoeinnahme von 58,2 Millionen US-Dollar am Mittwoch und Donnerstag profitierte und somit einen Fünf-Tage-Start von 204,6 Millionen US-Dollar erreichte.

Barbies bemerkenswerter Freitag zusammen mit den Zahlen vom Mittwoch und Donnerstag summierten sich auf insgesamt 70,5 Millionen US-Dollar und stellten einen neuen Rekord für den höchsten Freitag (einschließlich Vorschauen) des Jahres dar.

Was Barbies Triumph noch bemerkenswerter macht, ist die Tatsache, dass er die beste Eröffnung aller Zeiten für einen Film darstellt, der entweder solo oder gemeinsam von einer Frau inszeniert wurde. Beachtenswert ist dabei, dass sowohl Captain Marvel (153,4 Millionen US-Dollar) als auch Frozen II (130,2 Millionen US-Dollar) männliche Co-Regisseure hatten. Barbie steht hier als wegweisendes Beispiel für eine weibliche Regisseurin oder Co-Regisseurin.

Es handelt sich erst das zweite Mal in der Filmgeschichte, dass eine weibliche Regisseurin ein Eröffnungswochenende mit Einnahmen von über 100 Millionen US-Dollar erreicht hat – das andere Beispiel war Patty Jenkins’ Wonder Woman (103,2 Millionen US-Dollar).

Der Erfolg des Barbie-Films wurde seiner fesselnden Erzählweise, atemberaubenden visuellen Effekten, dem geschickten Spiel mit Nostalgie sowie positiven Botschaften zur Förderung von Selbstbestimmung und Selbstausdruck zugeschrieben. Nicht zu vergessen all die pressetechnische Aufmerksamkeit, die dieser Film in der ganzen Stadt erzeugt hat.

Nach der Veröffentlichung des Films erlebte Mattel einen signifikanten Anstieg des Aktienwerts. Investoren reagierten positiv auf den Erfolg des Barbie-Films und erkannten ihn als wegweisend für die Aussichten des Unternehmens an. Der Anstieg des Aktienwerts war nicht nur ein Zeichen für neues Investorenvertrauen, sondern auch ein Beweis für die Fähigkeit des Films, den Reiz und die Rentabilität der Marke wiederzubeleben.

Der Barbie-Film fand unerwartet auch bei Erwachsenen ein großes Publikum. Über seine traditionelle Zielgruppe hinaus erreichte der Film ältere Zuschauer, darunter nostalgische Erwachsene, die mit Barbie aufgewachsen sind.

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