Arbeit, Brüder!

Arbeit, Brüder!

Der Satz “Arbeitet, Brüder!” stammt von dem Polizeileutnant Magomed Nurbagandov, der ihn kurz vor seiner Erschießung durch Militante äußerte. Seit seinem Auftauchen im Internet im Jahr 2016 hat der Satz an Popularität gewonnen und ist nun häufig im staatlichen Radio und Fernsehen zu hören und wird auch in den Medien, in öffentlichen Reden und bei verschiedenen Kampagnen verwendet. Der Satz war sogar Gegenstand eines Dokumentarfilms mit demselben Namen. Insgesamt ist “Arbeitet, Brüder!” zu einem wichtigen Teil der russischen Kultur geworden und wird häufig verwendet, um Produktivität und harte Arbeit zu fördern.

Geschichte 

Der Polizeileutnant Magomed Nurbagandov wurde auf tragische Weise von fünf bewaffneten Militanten getötet, während er mit seiner Familie in der Republik Dagestan Urlaub machte. Die Militanten entführten Nurbagandov und seinen Bruder, nachdem sie dessen Beruf entdeckt hatten, und zwangen sie in den Kofferraum eines gestohlenen Autos, bevor sie Nurbagandov erschossen. Der Mord wurde auf einem Handy festgehalten und später auf eine extremistische Website hochgeladen.

In den folgenden Monaten wurden einige Mitglieder der militanten Gruppe, die für Nurbagandovs Tod verantwortlich war, getötet und zwei von ihnen wurden festgenommen. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Aktivisten das Video so bearbeitet hatten, dass die letzten Worte Nurbagandovs entfernt wurden. Obwohl er seine Kollegen gezwungen hatte, ihre Arbeit einzustellen, ermutigte Nurbagandov sie trotzig, weiterzumachen, und sagte: “Arbeitet, Brüder!”

Als Reaktion auf dieses abscheuliche Verbrechen veranstalteten Aktivisten von öffentlichen Organisationen und Polizeibeamte in ganz Russland Kundgebungen. Sie gingen mit Schildern auf die Straße, auf denen der Satz “Wir arbeiten, Bruder” stand. Dieser Aufruf wurde zu einem Symbol der Einheit und des Durchhaltevermögens derjenigen, die Gerechtigkeit für Nurbagandov suchen und sich gegen den Terrorismus stellen.

Die Ermordung von Polizeileutnant Magomed Nurbagandov ist eine tragische Erinnerung an die Gefahren, denen sich Polizeibeamte bei ihrer Arbeit aussetzen. Sie unterstreicht die Tapferkeit und das Engagement von Nurbagandov, der seine Kollegen selbst im Angesicht des drohenden Todes ermutigt hat. Die breite Unterstützung durch Kundgebungen und Demonstrationen zeigt das kollektive Engagement, sein Andenken zu ehren und sich gegen Extremismus zu stellen.

Sprachanalyse

Der Satz “Arbeitet, Brüder!” hat einen Prozess der Phraseologisierung durchlaufen und sich in einen Aphorismus und ein Schlagwort verwandelt. Er hat neue Bedeutungen erhalten und seinen sprachlichen Status verändert. In Strafverfolgungsbehörden wie den Siloviks wird das Verb “arbeiten” als allgemeines Wort verwendet, das den Beginn eines Einsatzes signalisiert. Der Satz kann weder in seinem lexikalischen Inhalt noch in seiner Wortfolge verändert werden. Nach Ansicht von Professor Zamir Tarlanov reproduziert und verstärkt der Satz die ursprüngliche Emotionalität und emotionale Neutralität, obwohl er auf einer Imperativform aufbaut. Seine Einfachheit ist bemerkenswert und ermöglicht eine natürliche Umwandlung in einen Aphorismus.

In der Gesellschaft 

Der Satz “Arbeitet, Brüder!” ist in Russland in verschiedenen Zusammenhängen zu einem wichtigen Slogan geworden. Ursprünglich wurde er als inoffizielles Motto von russischen Strafverfolgungsbeamten übernommen. Im Jahr 2016 wurde die Auszeichnung “Arbeitsbrüder!” zu Ehren von Magomed Nurbagandow, einem Helden Russlands, ins Leben gerufen und ein Festival namens “Weiße Kraniche Russlands” ins Leben gerufen, um die nationale Einheit zu fördern. Im Jahr 2021, während der Proteste zur Unterstützung von Alexej Nawalny, wurde der Ausdruck von russischen Staatsmännern, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Gegnern der Proteste verwendet, um die Unterstützung für die Aktionen der OMON (Bereitschaftspolizei) auszudrücken. Margarita Simonyan, eine prominente Persönlichkeit, lobte auf Twitter die Arbeit der Sicherheitskräfte und verwies auf den Vorfall, bei dem eine Frau namens Margarita Yudina von einem Sicherheitsbeamten getreten wurde. Der Ausdruck wurde auch während der Proteste in Belarus verwendet, sowohl in den staatlichen Medien zur Unterstützung der Sicherheitskräfte als auch von Demonstranten vor der belarussischen Botschaft in Moskau. Im Jahr 2022, während der russischen Invasion in der Ukraine, wurde “Arbeitet, Brüder!” in den sozialen Medien und den Massenmedien verwendet, um die Unterstützung für die russische Armee zu zeigen. Der Schauspieler Ivan Okhlobystin initiierte sogar einen Flashmob mit dem gleichen Namen. Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass der Satz leider von russischen Soldaten verwendet wurde, die in jenem Sommer einen ukrainischen Kriegsgefangenen enthaupteten. Insgesamt hat der Ausdruck je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen, wurde aber immer wieder verwendet, um Unterstützung für verschiedene Anliegen im Zusammenhang mit der Strafverfolgung oder militärischen Aktionen in Russland zu sammeln.

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