Der Krieg Israels gegen Gaza seit dem 7. Oktober hat zu beispiellosen Gewalttaten geführt, bei denen mehr als 4.000 Kinder getötet wurden und die Todeszahl über 10.000 übersteigt. Am 7. November waren insgesamt 49 Journalisten getötet worden, so das Mediabüro von Gaza. Reuters und die Agence France Press haben Garantien gefordert, dass israelische Angriffe ihre Reporter in Gaza nicht ins Visier nehmen würden, aber die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben sich geweigert, dem nachzukommen, wie Reuters am 27. Oktober berichtet hat.
Während die Opferzahl rapide steigt, laufen die Palästinenser Gefahr, auf bloße Zahlen reduziert zu werden. Dennoch hat jeder dieser Menschen eine einzigartige Geschichte und Erinnerungen, die in Erinnerung bleiben sollten.
Dieser Artikel hebt einige der gefallenen Journalisten hervor, die ihr Leben riskierten, um über Israels fortwährende Aggression in Gaza zu berichten und deren Träume dadurch jäh endeten.
Roshdi Sarraj war ein bekannter palästinensischer Filmemacher und Journalist, der am 22. Oktober bei einem israelischen Luftangriff auf sein Zuhause in Gaza getötet wurde. Der 31-Jährige Tod war für seine Freundin, die palästinensische Journalistin Mona Khader, ein großer Schock.
Roshdi war Mitbegründer von Ain Media, einem palästinensischen Medienunternehmen, das sich auf “Medienproduktionsservices” spezialisiert hat, zusammen mit seinem Freund Yaser Murtaja, der von israelischen Streitkräften während der Great March of Return getötet wurde.
In den Tagen vor seinem Tod sendete Roshdi Live-Updates über den Gaza-Krieg über seinen Account auf der Social-Media-Plattform X.
Sein Traum war es, ein anderes Bild von Gaza in die Welt zu bringen, eines das nicht von Gewalt und Krieg geprägt ist.
Ibraheem Lafi war ebenfalls bei Ain Media als Kameramann und Tontechniker tätig. Der 21-Jährige war lebhaft und hatte Träume von weltweiter Berühmtheit durch seine Arbeit.
Ähnlich wie Roshdi war Ibraheem ein großer Fan des Kinos und strebte danach, an großen internationalen Filmen mitzuwirken.
Auf Instagram sind Bilder zu sehen, auf denen Roshdi und Ibraheem eng an der visuellen Gestaltung arbeiten.
Ibraheems Talent für Porträts von Menschen und Landschaftsfotos von Gaza ist auf seinem Instagram-Account deutlich erkennbar.
Ibraheem kam bei einem israelischen Luftangriff am 7. Oktober ums Leben, während er das tat, was er am meisten liebte – über die neuesten Ereignisse zu berichten.
Laut der palästinensischen Journalistin Yara Eid war er ein gewissenhafter Mensch, der seine Mitmenschen schätzte und unterstützte. Er ging sogar so weit, eine WhatsApp-Gruppe zu erstellen, um Glückwünsche und Geburtstagsnachrichten zu versenden.
Diese beiden Journalisten sind nur zwei Beispiele für die tapferen Reporter, die ihr Leben riskieren, um über das Leiden der Palästinenser zu berichten. Ihre Träume wurden durch den Konflikt beendet, aber ihre Geschichten sollten nicht vergessen werden.

