In der Kommunikation und im Markenmanagement gilt oft das Prinzip “Weniger ist mehr”. Um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, muss die Botschaft klar und präzise sein. Es ist wichtig, Mehrdeutigkeiten zu vermeiden und die Botschaft zu vereinfachen. Das P-A-S-P-Modell (Zweck, Ambition, Strategie, Proposition) bietet eine neue Perspektive auf die Positionierung einer Organisation. Die Proposition kann identisch mit der Positionierung sein, muss aber für jede Zielgruppe angepasst werden.
Bei der Positionierung einer Marke spielen sowohl rationale als auch emotionale Elemente eine Rolle. Laut einer Studie nutzen Menschen bei der Bewertung von Marken hauptsächlich Emotionen anstatt Informationen. Emotionale Reaktionen haben einen größeren Einfluss auf die Kaufabsicht als der Inhalt von Werbung. Die Werbeforschung hat gezeigt, dass die emotionale Wirkung einer Anzeige am besten vorhersagt, ob sie den Absatz einer Marke steigert. Positive Emotionen gegenüber einer Marke haben einen stärkeren Einfluss auf die Kundenloyalität als Vertrauen oder andere attributbasierte Urteile.
Bei der Positionierung sollte man verschiedene Optionen in Betracht ziehen und die günstigste Möglichkeit für die Organisation bestimmen. Dabei sind Authentizität, Relevanz und Unterscheidungskraft wichtige Faktoren. Es gibt verschiedene Modelle zur Positionierung, aber eines der effektivsten ist ein Kontinuum mit rationaler Positionierung auf der einen Seite und emotionaler Positionierung auf der anderen Seite.
Es gibt fünf mögliche Positionierungsansätze: Infrastrukturorientierte Positionierung basiert auf Standort oder Zeit; Produkt- oder Serviceorientierte Positionierung fokussiert sich auf den Kundennutzen; Prozessorientierte Positionierung hebt sich durch ein einzigartiges Lieferverfahren ab; Werteorientierte Positionierung basiert auf den Werten der Organisation; Zweckorientierte Positionierung geht über das “Was” hinaus und konzentriert sich auf das “Warum” einer Organisation.
Es gibt kein inhärent besseres oder schlechteres Positionierungsspektrum. Wichtig ist, dass eine Organisation eine Position findet, die ihren Eigenschaften entspricht und gleichzeitig authentisch, relevant und differenzierend ist.

